Wer an der bretonischen Küste unterwegs ist und glaubt, spektakulärer könne es nach rosa Granitfelsen, türkisfarbenem Meer und Crêpes kaum noch werden, sollte sich in Perros-Guirec einfach einmal auf ein Boot setzen. Direkt vor der Côte de Granit Rose liegt nämlich eine kleine Inselwelt, die zu den spannendsten Naturerlebnissen der nördlichen Bretagne gehört: Les Sept-Îles, auf Deutsch meist schlicht die Sieben Inseln genannt.
Der Name klingt zunächst nach einer überschaubaren Inselgruppe, die wir bei einer gemütlichen Bootsfahrt eben einmal abhaken können. Tatsächlich geht es bei einem Ausflug zu den Sept-Îles aber weniger darum, sieben Inseln abzuzählen. Viel interessanter sind die zerklüftete Küstenlandschaft, Tausende Seevögel, Robben, der Blick zurück auf die bretonische Küste und dieses wunderbare Gefühl, für einige Stunden irgendwo zwischen Frankreich und Atlantik unterwegs zu sein.

Von Perros-Guirec und insbesondere vom Hafen von Ploumanac’h beziehungsweise dem Küstenbereich rund um Perros-Guirec werden Bootsausflüge angeboten, auf denen wir das Naturreservat vom Wasser aus kennenlernen können. Für uns gehört eine solche Tour zu den Ausflügen, die wir an der Côte de Granit Rose nicht nur bei einem ersten Besuch einplanen würden.
Was sind die Sept-Îles?
Die Sept-Îles liegen wenige Kilometer vor der bretonischen Küste im Département Côtes-d’Armor. Sie bilden eine kleine Inselgruppe aus felsigen Inseln, Riffen und vorgelagerten Klippen und gehören zu den bekanntesten Naturschutzgebieten der Bretagne.
Dabei sollten wir uns von der Bezeichnung Sieben Inseln nicht zu mathematischer Begeisterung verleiten lassen. Je nachdem, welche Felsen und Inseln mitgezählt werden, wirkt die Sache nämlich komplizierter, als der Name vermuten lässt. Eine Rechenaufgabe brauchen wir für den Ausflug glücklicherweise trotzdem nicht.
Zur Inselgruppe gehören unter anderem Rouzic, Malban, Bono, Île aux Moines, Île Plate und weitere kleinere Inseln und Felsen.

Besonders bekannt ist Rouzic. Die Insel beherbergt eine große Kolonie von Basstölpeln und ist damit während der Brutzeit einer der eindrucksvollsten Abschnitte der Bootstour. Schon aus einiger Entfernung wirkt der Felsen stellenweise fast weiß. Das liegt allerdings weniger am bretonischen Granit als an der beeindruckenden Zahl der Vögel.
Die Inseln sind Lebensraum zahlreicher weiterer Seevögel. Je nach Jahreszeit können wir beispielsweise Kormorane, Krähenscharben, verschiedene Möwenarten und mit etwas Glück sogar Papageitaucher entdecken.
Auch Kegelrobben leben rund um die Inselgruppe.
Startpunkt Perros-Guirec: Schon die Abfahrt macht Lust auf Meer
Perros-Guirec gehört ohnehin zu den Orten, an denen wir problemlos mehrere Urlaubstage verbringen können. Der Badeort liegt mitten an der Côte de Granit Rose und verbindet Strände, Wanderwege, Restaurants, kleine Häfen und spektakuläre Felslandschaften miteinander.
Für eine Bootstour zu den Sept-Îles lohnt es sich, etwas früher am Ausgangspunkt zu sein. Erstens müssen wir dann nicht im letzten Augenblick über den Hafen sprinten. Zweitens gibt es hier bereits einiges zu sehen.
Boote schaukeln im Hafenbecken, Möwen warten ausgesprochen aufmerksam darauf, ob irgendwo ein belegtes Baguette unbeaufsichtigt bleibt, und im Hintergrund erinnern die rosafarbenen Granitfelsen daran, weshalb dieser Teil der Bretagne so berühmt ist.

Je nach Anbieter und Tour können Ausgangspunkt und Verlauf variieren. Deshalb schauen wir vor Ort genau nach, von welchem Hafen oder Anleger unser Schiff startet.
Besonders während der französischen Sommerferien und an schönen Wochenenden können beliebte Fahrten gut besucht sein. Wer einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Uhrzeit bevorzugt, sollte deshalb nicht unbedingt darauf vertrauen, fünf Minuten vor der Abfahrt noch gemütlich die besten Plätze auswählen zu können.
Mit dem Boot hinaus zu den Inseln
Sobald wir den geschützten Küstenbereich verlassen, verändert sich die Perspektive erstaunlich schnell. Die Häuser von Perros-Guirec werden kleiner, die Küstenlinie öffnet sich und vor uns übernimmt der Atlantik die Hauptrolle.
Genau hier beginnt für uns der eigentliche Reiz der Tour.
Vom Land aus sehen wir die Côte de Granit Rose meistens aus nächster Nähe. Vom Meer erleben wir plötzlich, wie ungewöhnlich diese Landschaft tatsächlich ist. Felsen, Buchten, kleine Strände und Häuser erscheinen aus einer vollkommen neuen Perspektive.
Natürlich spielt auch das Wetter eine Rolle.
Bei ruhiger See kann die Fahrt ausgesprochen entspannt sein. Bei mehr Wind erinnert der Atlantik dagegen gelegentlich daran, dass er kein künstlich angelegter Freizeitparksee ist. Das Boot kann dann durchaus stärker schwanken.
Wer leicht seekrank wird, sollte sich darauf vorbereiten und möglichst einen Platz wählen, an dem frische Luft und der Horizont gut sichtbar sind.
Einen sehr üppigen bretonischen Mittagstisch unmittelbar vor einer unruhigen Bootsfahrt würden wir ebenfalls nur Menschen empfehlen, die ihrem Magen uneingeschränkt vertrauen. Drei Galettes, eine Portion Moules-frites und anschließend ein Kouign-amann sind kulinarisch großartig. Auf bewegter See können sie jedoch überraschend lange Gespräche mit unserem Gleichgewichtsorgan führen.
Rouzic und die Basstölpel
Einer der Höhepunkte vieler Rundfahrten ist die Insel Rouzic.
Schon bevor das Boot den Felsen erreicht, entdecken wir häufig zahlreiche Vögel über dem Meer. Dann taucht die eigentliche Kolonie auf.
Basstölpel sind große Seevögel mit langen, schmalen Flügeln und einer beeindruckenden Flugtechnik. Wenn Hunderte oder sogar Tausende Tiere über einer Insel kreisen, entsteht ein Naturschauspiel, das sich mit einem einzelnen Foto kaum vermitteln lässt.
Dazu kommt die Geräuschkulisse.
Eine große Seevogelkolonie ist kein stiller Ort. Ganz im Gegenteil. Überall wird gerufen, geflogen, gelandet und um die besten Plätze diskutiert. Gemessen an der Lautstärke könnten wir zeitweise vermuten, dass auf Rouzic eine außerordentlich temperamentvolle Eigentümerversammlung stattfindet.
Vom Boot aus können wir die Kolonie beobachten, ohne die Tiere unmittelbar zu stören.
Gerade darin liegt einer der großen Vorteile der Fahrt. Wir kommen der Inselwelt nahe genug, um sie intensiv wahrzunehmen, bleiben aber Besucher eines sensiblen Naturraums.
Papageitaucher: Die heimlichen Stars der Tour
Kaum ein Vogel sorgt auf Bootsausflügen für so viel Begeisterung wie der Papageitaucher.
Mit seinem auffälligen Schnabel sieht er aus, als hätte jemand versucht, einen normalen Seevogel noch kurz vor der Abreise nach Bretagne etwas festlicher zu gestalten.
Allerdings sollten wir nicht davon ausgehen, dass bei jeder Tour automatisch Dutzende Papageitaucher direkt neben dem Boot posieren.
Ihr Vorkommen ist jahreszeitlich abhängig, und selbst während geeigneter Monate braucht es Aufmerksamkeit und ein wenig Glück. Die Tiere sind deutlich kleiner als Basstölpel und können zwischen Wellen und anderen Seevögeln überraschend leicht übersehen werden.
Wer unbedingt Papageitaucher sehen möchte, sollte seine Reisezeit deshalb entsprechend wählen.
Aber selbst wenn wir keinen entdecken, bleibt die Tour beeindruckend. Die Sept-Îles sind keine Veranstaltung mit garantiertem Tierprogramm, sondern ein Naturraum. Genau das macht ihren Reiz aus.
Kegelrobben rund um die Inseln
Neben Seevögeln gehören Kegelrobben zu den bekanntesten Bewohnern der Region.
Mit etwas Glück sehen wir einzelne Tiere im Wasser oder auf Felsen ruhen. Manchmal ist zunächst nur ein runder Kopf zwischen den Wellen zu erkennen.
Auch hier gilt: Robben sind keine angestellten Animateure des bretonischen Fremdenverkehrsamtes. Sie entscheiden selbst, wann und wo sie auftauchen.

Eine Sichtung ist deshalb immer ein besonderer Moment.
Vor allem Kinder beobachten plötzlich jede dunkle Stelle im Wasser mit größter Konzentration. Erstaunlicherweise verwandelt sich dabei gelegentlich auch ein Stück Treibholz für einige Sekunden in eine seltene bretonische Superrobbe.
Ein Fernglas kann bei Tierbeobachtungen ausgesprochen praktisch sein.
Île aux Moines und der Leuchtturm
Ein weiterer markanter Punkt der Inselgruppe ist die Île aux Moines, die Insel der Mönche.
Sie unterscheidet sich von den reinen Vogelfelsen durch sichtbare Spuren menschlicher Nutzung. Besonders auffällig ist der Leuchtturm, der die maritime Geschichte der Inselgruppe unterstreicht.
Auf bestimmten Ausflügen kann ein Aufenthalt beziehungsweise Landgang auf der Île aux Moines Bestandteil des Programms sein. Das hängt jedoch von der konkreten Tour, der Saison und den Bedingungen vor Ort ab.
Wenn ein Landgang vorgesehen ist, bekommen wir die Gelegenheit, die Inselwelt noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.
Plötzlich stehen wir mitten in der Landschaft, die wir zuvor nur vom Boot betrachtet haben. Meer, Felsen, Wind und der Blick zurück zur Küste erzeugen dabei jene Mischung aus Weite und Abgeschiedenheit, die typisch für viele bretonische Inseln ist.
Warum die Bootsfahrt mehr ist als reine Tierbeobachtung
Die Sept-Îles werden häufig mit ihren Vogelkolonien beworben, doch für uns wäre es schade, die Tour darauf zu reduzieren.
Mindestens genauso beeindruckend ist die Landschaft.
Vom Wasser aus erkennen wir, wie stark Meer und Felsen diese Region prägen. Kleine Inseln ragen aus dem Atlantik, Wellen brechen an Klippen und am Horizont zieht sich die Küste der Bretagne entlang.
Besonders schön ist der Blick auf die Côte de Granit Rose.

Die berühmten rosafarbenen Granitformationen rund um Ploumanac’h wirken vom Meer aus noch einmal vollkommen anders. Wo wir beim Wandern zwischen riesigen Felsblöcken stehen, sehen wir nun die gesamte Küstenlandschaft wie ein Panorama.
Dadurch ergänzt die Bootsfahrt hervorragend einen Spaziergang auf dem Küstenwanderweg.
Wer zuerst an Land unterwegs war und anschließend hinausfährt, erlebt praktisch dieselbe Landschaft aus zwei Perspektiven.
Wann ist die beste Zeit für die Bootstour?
Die passende Reisezeit hängt davon ab, was wir erleben möchten.
Frühling und Frühsommer sind besonders interessant für Vogelbeobachtungen, weil auf den Inseln dann intensive Brutaktivität herrscht. Auch landschaftlich ist diese Zeit reizvoll, und außerhalb der Hauptferienzeit geht es an vielen Orten etwas ruhiger zu.
Im Hochsommer profitieren wir meist von einem großen touristischen Angebot und langen Tagen. Gleichzeitig ist rund um Perros-Guirec deutlich mehr Betrieb.
Der September kann ebenfalls wunderschön sein. Die größten Besucherströme lassen nach, während die Küstenlandschaft weiterhin ihren Reiz besitzt.
Entscheidender als der Monat kann allerdings das Wetter am jeweiligen Tag sein.
Bei starkem Wind oder schwierigen Bedingungen können Fahrten verändert oder abgesagt werden. Deshalb planen wir eine Bootstour möglichst nicht erst für den allerletzten Urlaubstag.
Wer mehrere Tage in Perros-Guirec verbringt, verschafft sich dadurch Spielraum.
Was sollten wir mitnehmen?
Auf dem Meer ist es fast immer kühler als an Land.
Selbst wenn wir morgens bei angenehmen Temperaturen durch Perros-Guirec laufen, kann uns auf dem Boot plötzlich ein kräftiger Fahrtwind daran erinnern, dass eine dünne Jacke doch keine schlechte Idee gewesen wäre.
Eine winddichte zusätzliche Kleidungsschicht gehört deshalb für uns zur Grundausstattung.

Auch Sonnenschutz ist wichtig. Wasser reflektiert Sonnenlicht, und bei frischem Wind unterschätzen wir schnell, wie intensiv die Sonne tatsächlich ist.
Ein Fernglas macht Tierbeobachtungen deutlich interessanter. Wer fotografieren möchte, sollte außerdem bedenken, dass sich sowohl das Boot als auch die Tiere bewegen. Eine lange Brennweite ist hilfreich, ersetzt aber keinen sicheren Stand.
Und eines möchten wir ausdrücklich empfehlen: Kamera oder Smartphone gut festhalten. Der Atlantik sammelt keine Fundsachen für das örtliche Fremdenverkehrsbüro.
Ist die Fahrt auch für Kinder geeignet?
Für viele Familien kann eine Tour zu den Sept-Îles ein großartiger Ausflug sein.
Vögel, Robben, Boote und Leuchttürme bieten genug Abwechslung, um auch jüngere Reisende zu beschäftigen. Allerdings sollten wir berücksichtigen, wie lange die gewählte Rundfahrt dauert und wie gut Kinder Bootsfahrten vertragen.
Bei empfindlichem Magen kann Wellengang unangenehm werden.
Außerdem sollten Kinder auf einem Boot selbstverständlich immer die Sicherheitsanweisungen beachten und nicht versuchen, für das perfekte Robbenfoto spontan neue Aussichtspunkte zu erfinden.
Mit geeigneter Kleidung und etwas Vorbereitung wird die Tour jedoch schnell zu einem Urlaubserlebnis, an das sich die ganze Familie erinnert.
Die Bootsfahrt mit einem Tag in Ploumanac’h verbinden
Für uns bietet sich die Tour geradezu dafür an, sie mit weiteren Erlebnissen an der Côte de Granit Rose zu kombinieren.
Vor oder nach der Fahrt können wir Ploumanac’h erkunden und auf dem Küstenweg zwischen den berühmten Granitfelsen spazieren.
Der Kontrast ist reizvoll.
Am Vormittag stehen wir vielleicht noch zwischen gigantischen rosafarbenen Felsen, am Nachmittag betrachten wir dieselben Formationen vom Meer aus.
Zwischendurch bleibt hoffentlich ausreichend Zeit für eine Crêpe oder Galette. Schließlich befinden wir uns in der Bretagne, und kulturelle Pflichterfüllung kann ausgesprochen gut schmecken.
Wer mehr Zeit hat, sollte auch Perros-Guirec selbst nicht nur als Ausgangspunkt für die Bootstour betrachten. Strände, Küstenwege und die gesamte Umgebung rechtfertigen problemlos mehrere Urlaubstage.
Respekt vor dem Naturreservat
Bei aller Begeisterung dürfen wir nicht vergessen, dass die Sept-Îles in erster Linie Lebensraum für Tiere und Pflanzen sind.
Die Regeln zum Schutz der Inseln sind daher kein übertriebener Naturschutzformalismus, sondern Voraussetzung dafür, dass die großen Vogelkolonien langfristig bestehen können.
Wir beobachten die Tiere aus angemessener Entfernung, halten uns bei möglichen Landgängen an die vorgegebenen Bereiche und hinterlassen selbstverständlich keinen Müll.
Gerade weil wir den Tieren auf einer Bootsfahrt relativ nahekommen, wird deutlich, wie wertvoll solche Schutzgebiete sind.
Das macht den Ausflug sogar noch interessanter. Wir besuchen keinen künstlich arrangierten Tierpark, sondern erleben wilde Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum.
Häufige Fragen zu den Sept-Îles
Wo starten die Bootstouren zu den Sept-Îles?
Ausflugsfahrten werden im Raum Perros-Guirec und an der Côte de Granit Rose angeboten. Der genaue Ausgangspunkt hängt von der gebuchten Tour und dem jeweiligen Anbieter ab. Deshalb prüfen wir vor der Abfahrt genau, welcher Anleger angegeben ist.
Wie lange dauert eine Bootsfahrt?
Die Dauer hängt vom gewählten Programm ab. Es gibt unterschiedliche Rundfahrten und Varianten, teilweise mit zusätzlichen Programmpunkten oder einem möglichen Aufenthalt auf einer Insel. Für die Urlaubsplanung sollten wir daher nicht pauschal von einer festen Dauer ausgehen.
Sehen wir garantiert Papageitaucher?
Nein. Papageitaucher sind Wildtiere und außerdem nicht ganzjährig in gleicher Weise rund um die Inseln zu beobachten. Während geeigneter Reisezeiten steigen die Chancen, eine Garantie gibt es jedoch nicht.
Können wir Robben beobachten?
Kegelrobben leben im Gebiet der Sept-Îles und können während einer Bootstour gesichtet werden. Ob sie tatsächlich auftauchen, hängt von den Tieren, der Route und den Bedingungen am jeweiligen Tag ab.
Wird man auf der Fahrt seekrank?
Das ist individuell unterschiedlich. Bei ruhiger See empfinden viele Menschen die Fahrt als angenehm. Bei stärkerem Wellengang kann das Boot jedoch deutlich schwanken. Wer anfällig für Seekrankheit ist, sollte entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Welche Kleidung brauchen wir?
Auch an warmen Tagen empfiehlt sich eine zusätzliche winddichte Schicht. Auf dem offenen Wasser können Wind und Fahrtwind die gefühlte Temperatur deutlich senken. Sonnenschutz gehört ebenfalls ins Gepäck.
Brauchen wir ein Fernglas?
Notwendig ist es nicht, aber ausgesprochen praktisch. Gerade kleinere Vögel oder weiter entfernte Robben lassen sich damit wesentlich besser beobachten.
Lohnt sich der Ausflug auch ohne großes Interesse an Vögeln?
Unbedingt. Die Tierwelt ist nur ein Teil des Erlebnisses. Die Inseln, der Atlantik, die Aussicht auf die Côte de Granit Rose und die Perspektive auf Ploumanac’h machen die Fahrt auch landschaftlich außergewöhnlich.
Können Bootstouren wegen des Wetters ausfallen?
Ja. Wind, Seegang und andere Wetterbedingungen können Auswirkungen auf den Betrieb haben. Deshalb legen wir einen solchen Ausflug möglichst nicht auf den letzten verfügbaren Urlaubstag.
Fazit: Ein Stück wilde Bretagne direkt vor Perros-Guirec
Eine Bootsfahrt zu den Sept-Îles gehört für uns zu den schönsten Möglichkeiten, die Küste rund um Perros-Guirec aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Wir sehen die berühmte Côte de Granit Rose plötzlich vom Atlantik aus, fahren an einsamen Felsen vorbei, beobachten riesige Seevogelkolonien und halten Ausschau nach Papageitauchern und Kegelrobben.
Dabei ist gerade die Mischung entscheidend. Es geht nicht ausschließlich um einzelne Tierarten und auch nicht nur um eine schöne Bootsfahrt. Die Sept-Îles verbinden Naturbeobachtung, Landschaft und bretonisches Küstengefühl auf außergewöhnliche Weise.
Wer einige Tage rund um Perros-Guirec verbringt, sollte deshalb einen geeigneten Wettertag für die Tour freihalten.
Und wenn wir anschließend wieder festen Boden unter den Füßen haben, wissen wir die bretonische Küste vielleicht noch ein bisschen mehr zu schätzen. Vor allem dann, wenn der Atlantik unterwegs beschlossen hatte, uns eindrucksvoll vorzuführen, weshalb Schiffe tatsächlich schaukeln können.
Spätestens bei einer heißen Crêpe, einem Kaffee oder einem Glas Cidre in Perros-Guirec ist das allerdings schnell vergessen. Was bleibt, sind die Inseln am Horizont, kreisende Basstölpel und das schöne Gefühl, für einige Stunden ein kleines Stück der wilden Bretagne vom Meer aus erlebt zu haben.


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